Baumschrei

Der Baumschrei ist 2010 entstanden. Ich bewohnte nun mein Atelier in Randolff-Atelierhaus knapp 3 Jahre.
Die Straße die niemals ruhe findet und mir immer während Kraft und Energie gibt forderte allmählich seinen Tribut.
Der zweifelsohne besondere Ort der einen immer während anspornt und inspiriert drängte mich nun erstmals aus seinen Pforten.
Kindheitserinnerungen von schönen Kutschen fahren Messer werfen und Rodeln zogen mich abermals in das mächtige Idyll Grafenberger Wald zurück.
Nach drei Jahren im Randolff Atelierhaus sehnte es mich nach Ruhe und so ließ ich mich von den ersten Sonnentagen des zögerlichen Sommers aus den heiligen Hallen des Schaffens vom Grafenberger Wald entführen.
Anfangs war ich irritiert von der vermeintlichen Ruhe aber die spuren der voran gegangen Unwetter und die fehlende Kraft des Waldes dem entgegen zu wirken pflasterten meine Wege.
Zahlreiche Morsche Bäume waren umgeknickt und noch mehr waren zum baldigen Fellen markiert.
Das Große Leid und der spuren der Gewalt von meinem alten Freund und weg Begleiter schmerzten mein Herz sehr.
Auch hier war nichts wie es einmal war oder in Erinnerung ist.
Die permanente Bewegung und Veränderung und die Kraft des voran Treibens gehen auch an diesem Wald nicht spurlos vorbei.
Diese Gefühle und Emotionen die ich während meiner Ausflüge spürte führten mich zu einer Abstrakten und experimentellerem Aufnahme weise und spiegeln mein erlebtes in der Serie Baumschrei wieder und so erteile ich das Wort dem hölzernen Ruf.